Wundermittel Kartoffelmehl. Die natürliche Babypuder-Alternative

Kartoffelmehl statt Babypuder? Echt jetzt? Oh ja!

Meine Nachsorgehebamme ist eher von der Öko-Partie. Das dachte ich zumindest, als sie mir kurz nach der Geburt riet, meiner Tochter Kartoffelmehl auf den gereizten Po zu streuen. Ich, als absoluter Baby-Neuling, hatte natürlich bereits vorsorglich Babypuder gekauft. „Das ist doch schließlich genau dafür da“, so mein Gedanke. Doch ich habe dem Lebensmittel eine Chance gegeben – und wurde nicht enttäuscht.

Kartoffelmehl: Ein echtes Allroundtalent

Ihr kennt Kartoffelmehl eigentlich aus der Backabteilung? Kein Wunder, denn üblicherweise kommt es in der Küche zum Einsatz. Es wird zum Andicken von Flüssigkeiten genutzt und häufig beim Backen verwendet. Das Coole daran: Viele haben es bereits Zuhause. Doch aufgepasst, Kartoffelmehl ist weder Mehl im klassischen Sinne, noch mit Speisestärke gleichzusetzen. Speisestärke, die aus Mais stammt, bindet Flüssigkeit nicht so effektiv wie die naturbelassene Kartoffelstärke, die, wie der Name schon sagt, aus der Kartoffel gewonnen wird. Daher Regel Nr. 1: Um wunde Babyhaut zu behandeln, sollte unbedingt auf Kartoffelmehl zurückgegriffen werden.

Bye bye wunder Babypo!

Ich sag’s euch: Kartoffelmehl grenzt an ein Wundermittel – zumindest bei uns. Wenn meine Tochter einen wunden Po oder eine gereizte Halsfalte hat (Speichelfluss und Beikost sei Dank) ist der Griff zum Kartoffelmehl schnell getan. Regelmäßig angewandt verschwindet die behandlungsbedürftige Stelle binnen 1 bis 2 Tagen und nach ein paar Stunden ist bereits eine deutliche Verbesserung zu sehen. Dafür einfach die betroffene Stelle mit der Babypuder-Alternative bestreuen und ggf. leicht einklopfen. Für eine leichtere Anwendung haben wir die Kartoffelstärke übrigens in einen leeren Gewürzstreuer gefüllt, natürlich kann man auch eine bereits leere Babypuder-Dose verwenden.

Aber was ist denn eigentlich mit Babypuder, Wundschutzcreme & Co.?

Ja, was ist eigentlich damit? Zugegeben, ich habe zwar sowohl Babypuder als auch Wundschutzcreme und Heilwolle daheim und alles steht seit der Geburt meiner Tochter zuverlässig an der Wickelkommode, aber ich habe weder das eine noch das andere je wirklich ausprobiert. Denn, wie sagt man so schön? „Never touch a running system!“. Da wir mit dem Kartoffelmehl so gut fahren, hatten wir nie wirklich das Bedürfnis etwas anderes auszuprobieren. Doch für euch habe ich auch hierfür ein paar Infos recherchiert.

Kurz gesagt: Der Grund für wunde Babypopos oder -hälse ist Feuchtigkeit und der Zustand, dass Haut auf Haut scheuert. Babypuder bindet, ebenso wie Kartoffelmehl, die Feuchtigkeit im Windelbereich. Wundschutzcremes gibt es in unterschiedlichen Ausführungen – solche die einen wunden Po vorbeugen, solche die für eine leichte Reizung gedacht sind und solche, die richtige Entzündungen bekämpfen sollen, wie etwa Zinksalben und -pasten. Die Inhaltsstoffe von Wundcremes wirken beruhigend und pfegend, die Zinksalben sogar antiseptisch und austrocknend. Zu guter Letzt gibt es noch Heilwolle. Die naturbelassene Schafswolle hat ebenfalls eine wundheilende Wirkung, pflegt und beruhigt die Haut, saugt Feuchtigkeit auf und kann somit auch bei Entzündungen im Windelbereich eingesetzt werden.

Warum wird Babypuder oft gemieden?

In vielen Babypudern ist Talkum enthalten, das im Verdacht steht, krebserregend zu sein. Kinderärztinnen und Kinderärzte raten daher von der Nutzung ab, da das Einatmen bei Babys zu schweren Hustenanfällen und Atembeeinträchtigungen bis hin zu Erstickungsanfällen und schweren Lungenschäden führen kann. Übrigens sollte auch bei der Verwendung von Kartoffelmehl darauf geachtet werden, dass diese nicht in Babys Hände gelangen. Auf der gereizten Haut wirkt es zwar Wunder, doch auch die Kartoffelstärke kann die feinen Atemwege der Kleinen beeinträchtigen, sollte es zu einem Unfall kommen. Daher Regel Nr. 2: Niemals in der Reichweite von Babys und Kleinkindern aufbewahren.

Wenn ihr all das beachtet und dem Wundermittel aus der Küche auch eine Chance geben wollt, dann nur zu! Es lohnt sich und ist auf jeden Fall eine natürliche und kostengünstige Alternative!

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