Babyschlaf: Einschlafstrategien und Einschlafhilfen

Jetzt geht’s ans Eingemachte

In den vorherigen Beiträgen zum Thema „Babyschlaf“ habe ich euch bereits erklärt, wieso Babys so schlafen, wie sie schlafen und wie ihr die Schlafumgebung für euer Kleines so sicher, wie möglich gestaltet. Außerdem habe ich euch hoffentlich ein paar wertvolle Basic Tipps mit auf den Weg geben können, wie ihr die (Ein-)Schlafsituation bei euch Zuhause verbessern könnt. In diesem Blogpost verrate ich euch bewährte Einschlafstrategien und Einschlafhilfen im ersten Lebensjahr und gebe ein paar Tipps, wie ihr euer Kind in Phasen von Entwicklungssprügen und -schüben sowie Schlafregressionen unterstützen könnt.


Die richtige „Ausgangslage“ schaffen

Grundsätzlich sollte vor dem Zubettgehen immer geklärt sein:

  • Ist das Baby satt?
  • Braucht es eine frische Windel?
  • Ist dem Baby zu warm oder zu kalt?
  • ggf.: Hat das Baby ein Bäuerchen gemacht?

Ist sichergestellt, dass all die Punkte entsprechend positiv beantwortet werden können (positiv natürlich nicht im Sinne von „ja“ ;)) und das Baby findet dennoch nicht in den Schlaf, gibt es einige Einschlafstrategien (Handlungen) und Einschlafhilfen („Dinge“), die euch bei der Einschlafbegleitung unterstützen können. Viele davon funktionieren auch ganz wunderbar in Kombination.

Einschlafstrategien

Körperkontakt/ Nähe geben (insb. wenn euer Baby nähebedürftig ist)

  • Tragen
  • Wiegen
  • Stillen

Begrenzung geben (insb. wenn euer Baby angespannt ist)

  • Pucken (nur solange sich euer Baby nicht auf den Bauch drehen kann!)
  • Fest im Arm halten

Außenreize reduzieren (insb. wenn euer Baby schnell überreizt ist)

  • Zimmer abdunkeln
  • Geräusche minimieren
  • Kein Mobile ans Bettchen hängen
  • Keine grellen Farben am Schlafplatz
  • Nicht zu viel Spielzeug geben
  • Besuch reduzieren
  • Nicht zu viel unternehmen

Routinen einführen (insb. wenn euer Baby einen Rhythmus braucht)

  • Einen festen Rhythmus & Tagesablauf einführen
  • (Einschlaf-)Rituale einführen [Beispiele findet ihr hier]
  • Tag- und Nachtbedingungen anpassen [damit das Baby zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden lernt; z.B. das Zimmer für Tagschläfchen nicht ganz abdunkeln, mäßige Geräuschkulisse zulassen, …]

Weitere Strategien (insb. wenn euer Baby unruhig ist)

  • Viel an die frische Luft gehen
  • Tagsüber auspowern lassen
  • Abends Ruhe einkehren lassen & Reize reduzieren
  • Ein Liedchen singen oder etwas vorlesen

Einschlafhilfen

  • Schnuller
  • Kinderwagen
  • Wiege/ Federwiege
  • Gymnastikball
  • Babywippe
  • Auto
  • Weißes Rauschen / Leise Musik / Spieluhr
  • Rotes Licht (kein Rotlicht!)
  • Etwas zum Greifen (2. Schnulli, Schnuffeltuch, Kuscheltier)
  • Babytrage / Tragetuch
  • Mamas T-Shirt (für Mamas Geruch) 
  • Spritzer Lefax / Sab Simplex auf den Schnuller (sprecht da aber besser vorher mit eurem KA oder eurer KÄ drüber)

Was tun bei Ausnahmezuständen?

Entwicklungsschübe und -sprünge und ganz besonders auch Schlafregressionen können die (Ein-)Schlafsituation zu einer echten Herausforderung werden lassen. Babys wachen in diesen Zeiten meist häufiger nachts auf, können tagsüber nicht schlafen, obwohl sie müde sind, der Mittagsschlaf wird auf ein Minimum reduziert und sie sind insgesamt einfach unausgeglichener, als sonst. Doch was kann man tun, um das Kind in dieser Phase bestmöglich zu unterstützen?

Altersgerechte Schlafenszeiten möglichst einhalten

Sicherheit geben

  • Kuscheln
  • Im Arm halten
  • Auf der Brust schlafen lassen
  • Körperkontakt, Körperkontakt, Körperkontakt

Entspannung bieten

  • Stresssituationen vermeiden
  • Viel raus gehen ➢  Frische Luft
  • Babymassage
  • Bad

Altersgerechte Einschlafhilfen nutzen

  • s.o.

Was bei uns hilft / bisher geholfen hat

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass leider nichts immer hilft. Bei uns ist es so, dass bestimmte Einschlafhilfen bzw. Einschlafstrategien immer nur vorübergehend helfen. Danach muss wieder neu ausprobiert werden. Aktuell braucht unsere Tochter zwei Schnullis – einen zum Nuckeln und einen zum Festhalten. An guten Tagen reicht das und sie schläft so ein. An anderen Tagen müssen wir ihr zusätzlich noch etwas vorsingen und ihre Beinchen und ihr Bäuchlein kraulen. Wir stecken allerdings gerade auch in einer Schlafregression (8M) und es gibt auch Tage, da ist das alles für die Katz. Dann hilft nur noch unsere geliebte Swing2Sleep, denn der Kinderwagen wird derzeit auch wieder fürchterlich angemeckert. Für uns war die Federwiege definitiv die beste Anschaffung, wenn auch mit die teuerste (meine Herzenzempfehlungen und Top-Babyanschaffungen habe ich übrigens mal in einen Beitrag gepackt). Und ja, es gibt auch Tage, an denen die Swing ihre übliche Wirkung verfehlt. In solchen Momenten hilft es dann aber so gut wie immer, einen kleinen Spritzer Lefax oder Sab Simplex auf den Schnuller zu geben. Übrigens legen wir unsere Tochter mittlerweile straight wach ins Bett. Als sie noch kleiner war, ist sie aber natürlich noch auf unserem Arm eingeschlafen (ausschließlich!) und da war es immer eine akrobatische Meisterleistung, sie danach abzulegen. Es hat etwas gedauert, aber irgendwann ging das problemlos. Der Föhn oder anderes weißes Rauschen haben dagegen NIE geholfen. Wie auch immer. Was bei uns hilft, muss bei euch ja noch lange nicht auch helfen und umgekehrt. Ich möchte hiermit einfach sagen, dass sich die Kleinen ja ständig verändern und dementsprechend auch die Einschlafbegleitung nicht immer gleichbleiben wird. Es lohnt sich also, regelmäßig Einschlafstrategien und Einschlafhilfen auszuprobieren, auch wenn diese vor ein paar Wochen noch nichts gebracht haben.


Schon gesehen? Teil 1, 2 & 3 der Babyschlaf-Reihe:

  1. Babyschlaf – Von (Ein-)Schlafproblemen und Sicherheitschecks
  2. Sicherer Babyschlaf – Die richtige Schlafumgebung
  3. Babyschlaf: Basic Tipps bei (Ein-)Schlafschwierigkeiten im ersten Lebensjahr

Quellen:

Babelli. Der Babyschlaf-Guide. 2020.

Peter, Anina. Familienleben. [https://www.familienleben.ch/baby/entwicklung/schlafregression-74229]

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